Die Geschichte der Stadt Lützen - Wirtschaft - Die Zuckerfabrik. Die wirtschaftliche Struktur der Stadt L�tzen aus historischer Sicht beleuchtet.  
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Wirtschaft
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 Die Zuckerfabrik
 

Zuckerfabrik Lützen

Zuckerkombinat Fortschritt Zeitz, VEB Betrieb Lützen - Hans Greschek 1970

Die im Jahre 1873 gegründete Zuckerfabrik ist als Saisonbetrieb wirtschaftlich kaum relevant. Die Zuckerrüben waren für die Bauern der Leipziger Tieflandsbucht ein lukratives Geschäft. Da zur Zuckerproduktion sehr viel Wasser benötigt wurde und der angelegte Flossgraben dieses Wasser liefern konnte, war der Standort Lützen mehr als geeignet.

Bis zu 20 qm Wasser wurden für die Verarbeitung einer Tonne Rüben (130 kg Zucker) gebraucht. Nach der Ernte im Sommer wurde von August bis November die Zuckerrüben verarbeitet. Im Jahre 1991 rauchten die Schornsteine der Zuckerfabrik nicht mehr.

Mit der besseren Verkehrserschließung änderte sich der Charakter der Stadt. Bauernsöhne und Handwerksgesellen strömten mit der Entstehung der besseren Verkehrsmöglichkeiten nach Leipzig und in das Braunkohlegebiet um Hohenmölsen/Deuben, wo sie als Arbeiter relativ bessere Verdienstmöglichkeiten hatten.


Diese Entwicklung wurde noch versiert als 1916 die Leuna - Werke gegründet worden. Hier arbeiteten von Beginn an viele Lützener Bürger.

Durch den Zuzug von Leuna - Arbeitern nimmt die Bevölkerung rapid zu:

Im Jahre 1915 3.525 Einwohner
Im Jahre 1920 4.573 Einwohner
Im Jahre 1930 5.012 Einwohner

So war die Stadt gezwungen mehr Wohnhäuser zu bauen. Die alte Stadt dehnte sich nach Osten aus und ihr Charakter änderte sich zur Arbeiterwohnsitzgemeinde. Diese Entwicklung hat sich bis in die Gegenwart erhalten.

Bis 1989 waren in Lützen die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), Agrochemische Zentrum (ACZ), die Zuckerfabrik, der VEB Natur- und Betonwerkstein(Volks-Eigene-Betriebe), der VEB Transportgeräte Nempitz und Produktionsgenossenschaften des Handwerks ansässig.

Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der Region ab 1989 gingen viele Arbeitsplätze durch Betriebschließungen zum Beispiel: Abriss der Zuckerfabrik, Personalreduzierung der LPG, den Leuna- und Buna - Werken, sowie in den Leipziger und Weissenfelser Betrieben verloren.

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