Die Geschichte der Stadt Lützen - Erfahren Sie hier etwas über die Stiftungen betuchter Bürger oder Gönner der Stadt Lützen.  
Informationen zur geografischen Lage der Stadt L�tzen. Informationen zu wichtigen historischen Momenten der Stadt L�tzen. Informationen zu bedeutenden Bauwerken und Denkmalen der Stadt L�tzen. Bildungseinrichtungen und ihre Geschichte in der Stadt L�tzen. Der Wirtschaftsstandort L�tzen. Galerie von historischen Pers�nlichkeiten. Die Stiftungen an die Stadt L�tzen.
 
Stiftungen
 betuchter Bürger / Gönner
 

Stiftungen für Lützen

Einigen Anteil an der Entwicklung der Stadt haben Stiftungen betuchter Bürger oder Gönner Lützens. Diese Stiftungen, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken dienen werden heute noch von der Stadt Lützen verwaltet.

Stiftungen sind und waren die Günther-, Dr. Voigt- und andere milde Stiftungen

zu Gunsten armer Einwohner der Stadt Lützen und der Insassen des Dr. Voigt Stifts
Ausgestaltung von Weihnachtsfeiern
Instandhaltung und Ausschmückung der Grabstätte Dr. Voigts

Weidemann und andere milde Stiftungen

zu Gunsten armer Schulkinder und Konfirmanden
Beschaffung von Büchern und Lernmaterial
Beschaffung von Kleidern und Schuhen
Beschaffung von Kleidern und Schuhen für arme Kleinkinder
Unterstützung der Kleinkinderbewahranstalt (Kindergarten)
Auszeichnung der zwei besten Konfirmanden mit der Dr. Wachs - Gedenkmünze
Gestaltung der Gustav - Adolf - Feier am 06. November

Grabpflegestiftung

Das Geld einiger zusammengelegter Grabpflegestiftungen wird zu laufenden Unterhaltung und Ausschmückung der Grabstellen verwendet.

Die Martzsch - Handwerker - Stiftung und die Karl - Martzsch - Stiftung:

Diese Stiftung ist wohl die Einflussreichste für die Stadt in der Vergangenheit gewesen. Bereits zu Lebzeiten verschenkte Rentier Karl Martzsch Geld- und Sachwerte zum Wohl der Allgemeinheit. So erfolgte zum Beispiel am 04. September 1896 eine Schenkung von 12 000 Mark nebst Zinsen zum Bau eines neuen Wärterhäuschens am Gustav - Adolf - Denkmal.

Sein Testament, verfasst am 10. August 1893 wird im Stadtarchiv Lützen aufbewahrt und kann dort unter der Aktenbezeichnung StaL (Museum), Kap. (Akt.-Nr.) X 46/64 eingesehen werden. In diesem tut er kund:

"Der eine Teil und zwar die drei Viertel meines Vermögens, soll zur Verschönerung der Stadt Lützen verwandt werden. ....Ich wünsche darum, das meine Erbin (die Stadt d. V.) einen waldartigen Park anlegt, der den Einwohnern Gelegenheit zu Spaziergängen bietet und ihnen als Erholungsort dient."

Die Beschlussfassung zur Anlage dieses Parkes erfolgte am 01. August 1903. Der Park wurde nach den Plänen des Forstmeisters Westermeyer gestaltet. Im Herbst des Jahres 1903 wurde mit der Anpflanzung der 45 Morgen - Parkfläche begonnen. Heute umfasst der Martzsch - Park eine Gesamtfläche von 480 000 qm.


Aus den Mitteln der Stiftung wurden Grundstückskäufe:

zur Errichtung einer Gartenanlage für den "Verein für Gartenbau e. V." im Jahre 1924
für den Bau eines Wasserwerkes zur Versorgung der Stadt Lützen und der umliegenden Gemeinden mit Trinkwasser im Jahre 1926
zur Anlage eines Sport- und Spielplatzes, der im Jahr 1928 fertiggestellt wurde
zur Anlage eines Sommerbades, mit dessen Bau im Frühjahr 1936 begonnen wurde

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