Die Geschichte der Stadt Lützen - Geschichte - Ur- und Frühgeschichte. Historische Ereignisse der Stadt Lützen, Ur und Frühgeschichte, Mittelalter, Schlacht bei Lützen.  
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Ur- und Frühgeschichte - Lützen

Lützens Besiedlungskontinuität lässt sich an zahlreichen Funden dokumentieren. Steinzeitmenschen, bronzezeitlichen Siedler, Germanen siedelten nach und nebeneinander. 1890 wurde in der Kiesgrube bei Gostau der älteste Fund der Lützener Gegend entdeckt: ein Mammutskelett. Doch auch eine frühe menschliche Besiedlung lässt sich nachweisen.


Beim Kellerneubau des Pobleser Schulhauses im Jahre 1904 wurden Wohnungen und Feuergruben aus der Steinzeit (ca. 1900 - 1700 v. Chr.) freigelegt. Im näheren Umfeld wurden Scherben, Knochen, Feuersteinwerkzeuge und Spinnwirtel gefunden. Im Lützener Stadtgebiet, auf den Michlitzer Feld, konnte 1873 ein Steinplattengrab der Jungsteinzeit gesichert werden. Von der Besiedlung durch die Sorben sind mehrere größere Anlagen, wie Ringwelle und Schanzen, erhalten.

In der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts errichteten die Slawen in Schkölen einen Häuptlingssitz, als dessen Befestigungsteil, die sogenannte Hunnenschanze, noch heute sichtbar ist.

Der bedeutendste Fund in Lützen ist jedoch die Freilegung eines Friedhofs. Bei Ausschachtungsarbeiten für die Bebauung der Karl - Marx - Str. wurde im Juli 1928 ein 210 qm umfassendes Gelände auf der Ostseite der Straße in Höhe des Wasserturms ausgehoben. Dabei kamen insgesamt 29 Gräber zu Tage. Davon waren 24 Skelettgräber und 5 Urnengräber.

Das älteste Grab war ein Hockergrab mit Schnurkeramik aus der Steinzeit.Auch ein slawisches Grab wurde freigelegt. Den grössten Bestand stellen die Gräber der Merowinger Zeit (6. - 8. Jh.) dar. Besonders interessant sind dabei zwei Frauengräber, die einen deformierten Langschädel aufweisen. Diese Langschädel sind häufiger in allemannischen und burgundischen Raum, sowie vereinzelt in Niederösterreich und Ungarn, anzutreffen.

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