Die Geschichte der Stadt Lützen - Geografie - Die Gebietsreformen.Die geografischen Verhältnisse und die Gebietsreformen der Stadt seit der Gründung.  
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Gebietsreformen

Am Beginn des 11. Jahrhunderts schrieb der Merseburger Bischof und Chronist Thietmar in die Chronik: "Sollte er (Otto I.) den Sieg über die Ungarn erhalten, würde er ein Bistum errichten in der Burg Merseburg und die jüngst begonnene Pfalz zur Kirche ausbauen lassen."

König Otto I. siegte 955 auf den Lechfeld über die Ungarn. Jedoch erst 968 wurde das Bistum Merseburg gegründet. Das Bistum unterstand den Erzbistum Magdeburg. Durch den Erzbischof Adelbert von Magdeburg wurde Weihnachten 968 Boso, der erste Bischof Merseburgs, eingesetzt. Die Grenzen der Diöziöse wurden auf dem Hassegau, das Friesenfeld, die Gaue Scitizi, Siusli, Chutizi und Quesizi festgelegt. Nach dem Tode Adelberts 981 wurde das Bistum aufgelöst.


Die Gebiete wurden durch Kaiser Otto II. an die Bistümer Halberstadt, Zeitz und Meißen gegeben.

Erst 1004 wurde unter der Regierung Heinrich II. das Bistum Merseburg wiederhergestellt. Als Bischof wurde der Chronist Thietmar eingesetzt. Seine Chronik stellt eine der wertvollsten Quellen für die Erforschung des Mittelalters in Ostmitteldeutschland dar.

Unter Kaiser Otto IV. fielen 1209 die kaiserlichen Rechte innerhalb der Kaiserpfalz Merseburg an den Bischof. Im Jahre 1271 wurde das Gebiet unter Bischof Friedrich von Torgau um die Herrschaft Schkeuditz und des Gericht Bündorf erweitert. Um 1277 kam das Gericht zu Eisdorf, die Gerichtsstühle in Lützen und Markranstädt hinzu.

Im Laufe des 14. Jahrhunderts entwickelten sich im Bistum die Ämter Lützen, Merseburg, Schkeuditz und Lauchstädt.

Nach dem Tode Kurfürst Johann Georg I. traten am 20. Juli 1652 drei Sekundogenituren in Erscheinung. Bis zum 01. Mai 1657 wurden die Herzogtümer Sachsen - Weissenfels, Sachsen - Merseburg und Sachsen - Zeitz gebildet. Die Obergewalt in politischen und administrativen Dingen verblieb jedoch in Dresden.

Dem Herzogtum Sachsen - Merseburg, dem Lützen zugehörte, stammt einer der Söhne des Kurfürsten vor. Der neu eingesetzte Christian baute nach Amtsübernahme das Lützener Schloß, dem Geschmack der Zeit entsprechend, um. Die Sekundogenituren waren zeitlich kaum beständig. Im Jahre 1746 fiel das Herzogtum Sachsen - Weissenfels wieder an den Kurfürsten zurück.

In Folge der Befreiungskriege 1813-1815 und des Wiener Kongresses (1815) mußte das Königreich Sachsen (seit 1806) als Verlierer mehr als die Hälfte seines Territoriums an das benachbarte Preußen abtreten. Aus dem alten Amt Lützen gingen 32 Dörfer an Preußen und nur 18 verblieben bei Sachsen. Die Stadt Lützen fiel ebenfalls an Preußen.

Die preußische Provinz Sachsen wurde in drei Regierungsbezirke eingeteilt. Lützen samt umliegender Dörfer gehörte zum Regierungsbezirk Merseburg. Die alte sächsische Einteilung in Ämter wurde aufgelöst, an ihre Stelle traten landrätliche Kreise. Lützen wurde in den Kreis Merseburg integriert. Diese politisch - administrative Einrichtung blieb bis zum Ende des zweiten Weltkrieges bestehen.

Nach Beendigung des Krieges entstand am 23. Juli 1945 die Provinz Sachsen - Anhalt, aus der dann 1946 das Land Sachsen - Anhalt hervorging.

Mit der Gründung der Deutschen Demokratische Republik fand im Juli 1952 eine Gebietsreform statt. An Stelle des Landes Sachsen - Anhalt traten zwei Bezirke Magdeburg und Halle. Lützen und Umgebung wurden aus dem Kreis Merseburg herausgelöst und den Kreis Weissenfels, Regierungsbezirk Halle zugeschlagen. Zu diesen Kreis gehört Lützen noch heute.

Im Zuge der "Wende" wurde am 31.08.1992 im Rathaus Lützen die Vereinbarung über die Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft Lützen durch die Bürgermeister unterschrieben. Bei der, von den Mitgliedsgemeinden gewählten Form der Verwaltungsgemeinschaft, ist die Stadt Lützen die Trägergemeinde und der Bürgermeister der Stadt Lützen auch der Leiter der gemeinsamen Verwaltung. Die Gemeinden haben ihre hoheitlichen Rechte in vollem Umfang behalten, das heißt es gibt in jeder Gemeinde Kommunalvertretungen und ehrenamtliche Bürgermeister.

Zur Verwaltungsgemeinschaft Lützen gehören die Stadt Lützen und die Gemeinden Großgörschen, Rippach, Röcken, Starsiedel, Poserna, Sössen.

Die Zugehörigkeit der Stadt Lützen im Jahre 2003:

Verwaltungsgemeinschaft Lützen
Landkreis Weissenfels
Regierungsbezirk Halle
Land Sachsen - Anhalt
Wappen der Stadt Lützen.  (C) 2000 - 2017
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- 748 Jahre - Stadt Lützen -