Stiftungen sind und waren die Günther-, Dr. Voigt- und andere milde Stiftungen:
| zu Gunsten armer Einwohner der Stadt Lützen und der Insassen des Dr. Voigt Stifts | |
| Ausgestaltung von Weihnachtsfeiern | |
| Instandhaltung und Ausschmückung der Grabstätte Dr. Voigts |
Weidemann und andere milde Stiftungen:
| zu Gunsten armer Schulkinder und Konfirmanden | |
| Beschaffung von Büchern und Lernmaterial | |
| Beschaffung von Kleidern und Schuhen | |
| Beschaffung von Kleidern und Schuhen für arme Kleinkinder | |
| Unterstützung der Kleinkinderbewahranstalt (Kindergarten) | |
| Auszeichnung der zwei besten Konfirmanden mit der Dr. Wachs - Gedenkmünze | |
| Gestaltung der Gustav - Adolf - Feier am 06. November |
Grabpflegestiftung:
Das Geld einiger zusammengelegter Grabpflegestiftungen wird zu laufenden Unterhaltung und Ausschmückung der Grabstellen verwendet.
Die Martzsch - Handwerker - Stiftung und die Karl - Martzsch - Stiftung:
Diese Stiftung ist wohl die Einflussreichste für die Stadt in der Vergangenheit gewesen. Bereits zu Lebzeiten verschenkte Rentier Karl Martzsch Geld- und Sachwerte zum Wohl der Allgemeinheit. So erfolgte zum Beispiel am 04. September 1896 eine Schenkung von 12 000 Mark nebst Zinsen zum Bau eines neuen Wärterhäuschens am Gustav - Adolf - Denkmal.
Sein Testament, verfasst am 10. August 1893 wird im Stadtarchiv Lützen aufbewahrt und kann dort unter der Aktenbezeichnung StaL (Museum), Kap. (Akt.-Nr.) X 46/64 eingesehen werden. In diesem tut er kund:
"Der eine Teil und zwar die drei Viertel meines Vermögens, soll zur Verschönerung der Stadt Lützen verwandt werden. ....Ich wünsche darum, das meine Erbin (die Stadt d. V.) einen waldartigen Park anlegt, der den Einwohnern Gelegenheit zu Spaziergängen bietet und ihnen als Erholungsort dient." |
Die Beschlussfassung zur Anlage dieses Parkes erfolgte am 01. August 1903. Der Park wurde nach den Plänen des Forstmeisters Westermeyer gestaltet. Im Herbst des Jahres 1903 wurde mit der Anpflanzung der 45 Morgen - Parkfläche begonnen. Heute umfasst der Martzsch - Park eine Gesamtfläche von 480 000 m².
Aus den Mitteln der Stiftung wurden Grundstückskäufe:
| zur Errichtung einer Gartenanlage für den "Verein für Gartenbau e. V." im Jahre 1924 | |
| für den Bau eines Wasserwerkes zur Versorgung der Stadt Lützen und der umliegenden Gemeinden mit Trinkwasser im Jahre 1926 | |
| zur Anlage eines Sport- und Spielplatzes, der im Jahr 1928 fertiggestellt wurde | |
| zur Anlage eines Sommerbades, mit dessen Bau im Frühjahr 1936 begonnen wurde |











