Villa Planer
Die Villa Planer oder auch das ehemalig königlich - schwedisches Vizekonsulat liegt an der Abzweigung Gustav-Adolf-Straße und Merseburger Straße.
Sie wurde im Jahre 1908 eingerichtet und der Bauherr und Kaufmann Oskar Planer (1854 - 1931) als Vizekonsul eingesetzt.
Durch Geschichtsforschung trug der Kaufmann viele historische Informationen zusammen. Er besaß Sammlungen der Schlachten 1632 und 1813, Bücher, Autogramme, Briefe, Münzen und eine bedeutsame Seumesammlung.
Dadurch spielte Konsul Planer eine wichtige Rolle in der Geschichte Lützens. 1907 wurde die Sammlung zum 30-jährigen Krieg durch Planer nach Schweden verkauft.
Durch die Sammelleidenschaft Planers, entstand nach ein paar Jahren eine weitere Sammlung. Diese wurde 1932 nach dem Tode Planers versteigert. Ein Teil der Hinterlassenschaft, z.B. die Seume-Sammlung, bekam das Museum.
Die Villa sollte nach Planers Tod zwangsversteigert werden. Die Stadt hatte großes Interesse am Erwerb, das durch unterschiedliche Probleme, vor allen Dingen finanzieller Art, schwand. Das Grundstück wurde durch den Gau Merseburg erworben und diente als Parteischule der NsdAP.
Nach dem Krieg 1945 wurde das Gebäude als Krankenhaus und später als Altenheim genutzt. Im Jahre 1999 wurde es verkauft und durch den jetzigen Besitzer gründlich saniert.








